Seitenzahl: 329
Verlag: Chicken House
Taschenbuch erschienen am 22. November 2013
Kurzbeschreibung: Er kommt zu sich. Ein Tropfen trifft sein linkes Auge. Dann schießt Regen aus dem grauen Himmel. Er dreht den Kopf zur Seite, spuckt Schlamm und Kies aus, entdeckt ein Gesicht, wenige Meter entfernt. Haare kleben wie dünne Schlangen auf der Stirn. Aus dem Mundwinkel rinnt Wasser. Bleiche Haut, dreckverschmiert, geschlossene Augen. Es ist sein eigenes Gesicht! Als Carl aufwacht, ist Rob tot. Doch Carl kann sich an nichts erinnern. Nicht, wie sein Bruder ertrunken ist, oder warum sie an dem See waren und auch nicht, weshalb Neisha, die offensichtlich bei ihnen war, Todesangst vor ihm hat. Er weiß nur, dass er herausfinden muss, was passiert ist. Bevor vollendet wird, was an jenem Tag begann.
Meine Meinung: Zu dem regnerischen Wetter draußen hat das Buch wirklich sehr gut gepasst. Die Wetterverhältnisse sind dennoch kein Vergleich zu dem in dieser Geschichte. Thematisiert wird auch wie stark die Natur ist und das sie die Kontrolle übernehmen kann, wenn man nicht stark genug ist. Nachdem Carls Bruder im See ertrunken ist, kann er sich zunächst an nichts erinnern. Nach und nach kehren seine Erinnerungen zurück und mit ihnen erfasst ihn die blanke Angst vor dem Wasser. Nicht nur er selbst, sondern auch der Leser denkt er werde verrückt. Ich habe gehofft, dass Carl sich seiner Angst nicht ergibt und sich selbst verliert. Für ihn wurde es zu einem Kampf. Mit seinen zurückkehrenden Erinnerungen muss er sich Wahrheiten stellen, lernen, dass es nichts bringt einfach abzuhauen. Eigentlich eine recht gute Idee zur Handlung. Was es auch ist, jedoch erschwert sich das Lesen.
Carls Geschichte hätte viel spannender erzählt werden müssen. Von Spannung war beim Lesen weit und breit nichts zu sehen. Die Ich-Perspektive ließ sich zwar flüssig lesen, jedoch baute sich bis zum Ende kein einziges Mal Spannung auf. Auch bei einem Jugendbuch mit Thriller Faktor erwarte ich aber genau das. Wäre das Buch weitere hundert Seiten lang, hätte ich es bestimmt nicht länger ausgehalten. Mir war die Geschichte einfach zu wenig. Dabei war die Thematik gänzlich neu für mich. Hätte die Autorin das Thema besser umgesetzt, dann bin ich mir sicher hätte mich die Handlung auch überzeugen können. Denn auch wenn ich in einer Stadt lebe, in der es bisher zum Glück keine Überschwemmungen gab, würde ich gerne genau deswegen mal darüber lesen wollen. Über die Nachrichten bekommt man viel mit. Aber wie ist es wirklich für die Menschen, die eine solche Naturkatastrophe durchleben.
Oder aber auch der Verlust von Carls Bruder Rob. Carl ist ganz anders als andere Menschen die einen Verwandten verlieren. Geliebten Menschen kann ich hier gar nicht sagen, da kein einziges Mal von Geschwisterliebe die Rede war. Die Geschwister hatten zwar eine enge Bindung zueinander, aber geliebt haben sie sich scheinbar nicht. Sogar dieser Aspekt hätte besser eingebracht werden können. So viel ist anders in diesem Buch, aber nichts erreichte mich wirklich.
Nur vom Titel ausgehend nahm ich zunächst an hierbei handelt es sich um ein Fantasybuch. Damit lag ich völlig daneben. Was auch mit der Kurzbeschreibung klar wird. Dennoch ist der Titel passend gewählt worden. Wasser als eines der vier Elemente kann tödlich sein. Sie kann stärker als der menschliche Körper sein und diese aus dem Leben reißen. Die Natur ist nicht zu unterschätzen, wenn sie beschließt sich gegen den Menschen zu richten.
Dies war das erste Buch der Autorin für mich und ich verspüre nicht den Wunsch mehr von ihr zu lesen. Lieber lasse ich vorerst die Finger von ihren Büchern, da diese anscheinend eher nicht für mich gedacht sind. Wozu mich unnötig quälen. Lediglich die Idee zum Buch ist nach wie vor ziemlich interessant.
Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen

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