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Freitag, 27. März 2020
Four Dead Queens von Astrid Scholte
Seitenzahl: 448
Verlag: Piper
Kindle eBook erschienen am 2. März 2020
Kurzbeschreibung: »Sei schnell und noch schneller wieder weg«, das ist das Motto von Keralie Corrington, Taschendiebin aus Quadara. Im Regierungsbezirk von Quadara stiehlt sie dem Boten Varin Erinnerungschips – ein begehrtes Gut auf dem Schwarzmarkt. Allerdings muss sie feststellen, dass es sich keinesfalls um leere Chips handelt: Unfreiwillig wird sie Zeugin, wie Quadaras vier regierende Königinnen ermordet werden. Keralie und Varin werden unfreiwillig zu Spielbällen einer weitreichenden Verschwörung. Zusammen versuchen sie, den Strippenziehern zu entkommen und deren Pläne zu vereiteln.
Meine Meinung: Bevor der Leser überhaupt in die Geschichte einsteigt werden die vier Quadranten, ihre Besonderheiten und Unterschiede und die 15 Regeln aufgezählt. Was schon mal einen guten Überblick liefert und gleichzeitig neugierig auf die Handlung macht. Jeder Quadrant wird durch eine Königin regiert. Auffällig ist, dass hier bewusst eine weibliche Dominanz herrscht. Auf das übliche Regierungssystem mit Männern an der Spitze und ihren männlichen Nachfolgern wird gänzlich verzichtet. Eine willkommene Abwechslung würde ich mal sagen. Mir kam es auch so vor, als ob die vier Königinnen sich meistens einigen konnten und ihre Herrschaft untereinander harmonisch verlief. Abgesehen von den privaten Geheimnissen der Frauen gab es zwischen ihnen keine Konkurrenz oder Zwietracht.
Die Idee zu den Quadranten hat mich sofort überzeugt. Was noch viel interessanter war ist das Genre des Buches. Oder besser gesagt die Mischung aus mehreren Genres. Genau wie die vier Quadranten überwiegen ebenso vier Genre. Das Zusammenspiel aus History, Fantasy, Science Fiction und Krimi hat mir sehr gut gefallen. Die meisten Autoren vereinen zwei Genres schon immer ziemlich gut. Doch vier Genre, und dann auch noch in einem Einzelband, sind gar nicht mal so schlecht.
Als ich die Kurzbeschreibung las, nahm ich an die Handlung wird hauptsächlich um Keralie und Varin gehen. Ausgeweitet wurde die Erzählweise schließlich mit mehreren Blickwinkeln. Neben Keralies Sicht kamen auch die vier Königinnen an die Reihe. Sogar der Mörder und das Motiv zu den Morden wurden nicht ausgelassen. Indem die Distanz zu den Königinnen überwunden wird und sie alle vorgestellt werden, lassen einen die Morde auch nicht kalt. Plötzlich sind das nicht nur vier herrschende Frauen. Sie alle haben ihre eigene Geschichte und Gefühle. Ihr plötzlicher Tod reißt sie viel zu früh aus dem Leben.
Eingehen werde ich darauf nicht, aber nachvollziehbar war das Mordmotiv noch lange nicht. Wenn ich nicht spoilern würde, würde ich mich lange darüber aufregen können.
Da das Hauptaugenmerk auf den Entwicklungen im Buch lag, war es gar nicht mal so wichtig für mich wie Keralie und Varin als Charakter so sind. Jedoch kommt Varin aus dem Quadranten, wo keine Gefühle erlaubt sind. In Eonia, dem Quadranten der für die Medizin und die Technologie zuständig ist, denken die Menschen logisch. Und wo die Logik vorherrscht, gibt es keinen Platz für Gefühle und Emotionen. Eine fast unmögliche Vorstellung. Und genau so ist es auch wenn das Herz anfängt zu übernehmen. Somit war Varin nur interessant wo es darum ging bestätigt zu werden. Nicht zu lieben wenn man nie verliebt war ist einfach. Doch wenn man einmal verliebt ist geht es ganz schnell. Keralie dagegen ist ein Charakter der sich innerhalb der Handlung verändert. Sie lernt nicht mehr nur für sich selbst zu leben, sondern sich auch für andere einzusetzen. Indem sie versucht den Mörder ausfindig zu machen wird sie ein besserer Mensch.
Zum Schluss kann ich sagen auch wenn etwas mehr Spannung eingebracht werden könnte hat mir die Idee, die Umsetzung und die Handlung ziemlich gut gefallen. Vor allem der Genre-Mix, was für mich so noch neu war, kann sich sehen lassen.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Montag, 9. März 2020
Breeds 13 - Del-Reys Schwur von Lora Leigh
Seitenzahl: 476
Verlag: LYX
Taschenbuch erschienen am 25. Mai 2018
Kurzbeschreibung: Del-Rey Delgado ist hart, verschlossen und kompromisslos. Der Kojoten-Breed ist nur auf eines stolz: dass er seine Versprechen niemals bricht. Doch als die junge Anya Corbin furchtlos in eine verrufene Bar spaziert und ihn um Hilfe bittet, tut er, was er tun muss, um seine zukünftige Gefährtin an sich zu binden: Er schwört ihr einen Eid, von dem er weiß, dass er ihn niemals halten kann ― und dass sein Verrat Anya das Herz brechen wird.
Meine Meinung: Die Kurzbeschreibung bezieht sich lediglich auf den Anfang der Handlung. Was aber wirklich lesenswert für mich war, ist der Prozess nach dem Beginn des Paarungsrausches zwischen Del-Rey und Anya. Erst da wurde es so richtig interessant für mich.
Von den Kojoten wird behauptet sie seien die seelenlosesten unter den Breeds. Wenn auch nicht seelenlos, gefühlslos und egoistisch ist Del-Rey in den entscheidenden Momenten auf jeden Fall. Indem er Anya nicht als seine Gefährtin anerkennt, ist er törichter als er selbst annimmt. Denn was nach seiner Weigerung folgt, hätte er in diesem Ausmaß nicht erwartet. Erst recht lesenswert wurde dieser bereits dreizehnte Band erst mit dem Entzug von Anyas Status als Coya. Die voller Frust gelesenen Seiten lassen mich diesem Band vier Sterne vergeben. Nachdem etwas die Luft raus ist, ist das eine ziemlich gute Bewertung meinerseits.
Die erotischen Szenen können mich seit einigen Bänden nicht mehr erfassen. Was früher unheimlich sinnlich, leidenschaftlich und erotisch durch die genetischen Eigenschaften der Breeds wurde, wird heute einfach so gelesen und gut ist. Zu mir dringt so ziemlich gar nichts mehr durch. Was ich sehr schade finde. Das gelesene hatte mir früher ziemlich gefallen. Inzwischen punktet die Autorin zum Glück noch mit der erzählen Handlung. Wenn auch dieser Umstand wegfiele, gäbe es nichts mehr was mich an die Reihe binden würde. Vor mir befinden sich noch zwei Folgebände. Ich weiß gar nicht ob das die zwei letzen Bände sind, aber sie werden mit Sicherheit gelesen. Nach dreizehn gelesenen Bänden steht das gar nicht zur Debatte.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Mittwoch, 4. März 2020
Minot Love Story 01 - Small Town Kisses von Christiane Bößel
Seitenzahl: 280
Verlag: Forever
Kindle eBook erschienen am 2. März 2020
Kurzbeschreibung: Vier Geschwister, eine amerikanische Kleinstadt und die Suche nach dem Happy End
Nach dem Verschwinden ihrer Mutter fühlt sich Morgan als älteste Schwester für ihre Familie verantwortlich. Statt aufs College zu gehen, jobbt sie in einem kleinen Buchladen. Ihre eigenen Träume und Wünsche sind dabei auf der Strecke geblieben. Bis eines Tages Nate in der Buchhandlung auftaucht und sie mit seinem tiefgründigen Blick in seinen Bann schlägt. Der schweigsame Nate, dessen Tage offenbar nur aus Besuchen im Fitnessstudio und seiner Arbeit als Autor bestehen. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen, doch ihr wird schnell klar, dass er ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Warum verliert er sich so sehr im Sport, dass er kaum Zeit hat, sich auf Morgan einzulassen? Und warum stößt er sie immer wieder von sich, wenn es ernst zwischen ihnen wird?
Meine Meinung: Nach der Kurzbeschreibung zu urteilen ist das eine Geschichte wie zahlreiche andere, die in einer Kleinstadt spielt. In letzter Zeit ein beliebter Ort für Liebesgeschichten. Trotz dieser Annahme von mir schreckte mich eine Geschichte, möglicherweise wie viele anderen, nicht ab. Wahrscheinlich ist im ersten Moment auch genau das beabsichtigt. Denn die Handlung ist viel mehr als nur das Erwartete.
Nachdem ihre Mutter Morgan, ihren Vater und ihre drei jüngeren Geschwister verlassen hat bleibt ihr nichts anderes übrig als zu arbeiten und für ihre Familie zu sorgen. Für sie ist das selbstverständlich. Obwohl sie kaum Zeit für sich selbst hat beschwert sie sich kein einziges Mal. Dafür liebt sie ihren Vater und Geschwister viel zu sehr. Für sie gehört das mit zur Liebe dazu. Nate dagegen ist ein junger Mann, der genau diese Einstellung nicht verstehen kann. Er sieht Morgans Verhalten als Aufopferung und Helfersyndrom an. Als sie sich ineinander verlieben denkt er, er könnte für Morgan eine Belastung sein. So entscheidet er sich ohne lange zu überlegen ihr die Wahrheit über seinen körperlichen Zustand zu verschweigen. Nate belügt sie bewusst um eine Trennung zu vermeiden. Dabei vergisst er, dass sie als seine Freundin und die Frau die er liebt das Recht auf eine Entscheidung hat. Es steht ihr zu die Wahrheit über den Schlaganfall von vor sechs Jahren zu erfahren. Eine Beziehung besteht nicht um sonst aus zwei Personen.
Ich hätte angenommen, dass ich mich über Nate ärgere. Nur so ist es keinesfalls. Sein stures Verhalten Morgan gegenüber ist ungerecht. Jedoch kann ich ihn verstehen. Auch wenn ich nicht direkt den Schlaganfall und all die damit verbundenen Einschränkungen nachvollziehen könnte, muss man beim Lesen lediglich mitempfinden. Sich in Charaktere in Büchern hineinzuversetzen ist beim Lesen von Büchern viel einfacher als in der Realität. Da sind die Gefühle und Empfindungen nicht offengelegt und es ist auch keine Frage von aneinandergereihten Buchstaben. Hier wird dazu animiert das entgegengebrachte Verständnis gegenüber einem fiktiven Charakter aufs reale Leben zu übertragen.
Nates Verbitterung, sein Selbstmitleid und all seine Lauen hängen mit seiner Krankheit zusammen. Könnte man ihm verübeln dass er auch mal durchaus die Hoffnung verliert. Er ist ein junger Mann dem mit 19 Jahren sein Leben, seine Zukunft abhanden kam. Nun muss er lernen zu akzeptieren und Umwege zu gehen. Denn es geht anders. Er muss es nur zulassen. Wo Morgan ins Spiel kommt. Sie in seinem Leben zu haben und ihr die Entscheidung einer möglichen Zukunft zu lassen, kann nur positiv für ihn sein. In Nates Leben ist Morgan der bisher fehlende Neuanfang. Als Leser ist vieles klarer und deutlich zu sehen. Bei den Charakteren dauert das manchmal etwas länger.
Was mich abgesehen von der Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten noch beeindruckt hat ist Nates Mutter. Sie ist eine Mutter, die ich als vorbildlich bezeichne. Genau so müssen gute Mütter sein. Von ihr könnten sich viele Menschen eine Scheibe abschneiden. Da spielt es auch keine Rolle ob es sich um Mütter oder Väter handelt. Stärke und bedingungslose Liebe wie sie es ihrem Sohn entgegenbringt ist lange keine Selbstverständlichkeit. In diesem ersten Band sind starke Frauen wie Morgan als Schwester und Freundin und Nates Mutter in der überzahl. Was mir ziemlich gut gefallen hat.
Geboten wird hier eine Liebesgeschichte, die sich von anderen unterscheidet. Morgan und Nate sind nicht als herkömmlich zu bezeichnen. Was mir entgegenkam. Denn genau das erwarte ich von guten Büchern. Der Faktor anders muss zufriedenstellend sein. Durchgegangen wäre die Geschichte auch als Einzelband. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen wie es weitergehen könnte. Dennoch bin ich zuversichtlich und die Fortsetzungen würde ich ebenfalls gerne lesen.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
24%: Hinter mir standen dutzende Liebesromane voller Happyends, vor mir der Mann, den ich mir als den Protagonisten meiner eigenen Liebesgeschichte wünschte.
Freitag, 28. Februar 2020
Hot Fighters 01 - Gegen alles, was uns trennt von Sidney Halston
Seitenzahl: 298
Verlag: Mira Taschenbuch
Kindle eBook erschienen am 11. April 2016
Kurzbeschreibung: Was für ein Tag! Erst macht ihr Freund per SMS mit ihr Schluss, dann muss Chrissy ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Zu guter Letzt bleibt ihr Wagen nachts mitten auf dem Highway liegen. Und der Mann, der Chrissy in ihrer Not hilft, ist ausgerechnet ihr Teenager-Schwarm Jack Daniels. Früher Bad Boy, heute ein knallharter Cop und Kampfsportler. Jack ist noch heißer als in ihrer Erinnerung. Kopfüber stürzt Chrissy sich in eine Affäre mit dem durchtrainierten Martial-Arts-Fighter. Doch mit jedem Kuss gerät sie tiefer in Jacks unbeugsame Welt, die all ihren Prinzipien widerspricht und mit der sie nie etwas zu tun haben wollte …
Meine Meinung: Ich habe nicht genau nachgesehen, bin aber der Annahme, dass es sich hier nicht um eine Reihe mit lediglich zwei Bänden handelt. Zumindest im Original müssten mehr Bände erschienen sein. Wahrscheinlich kamen die Bücher bei uns nicht unbedingt gut an, sodass die weiteren Bände nicht übersetzt wurden. Wie auch immer es im Original war finde ich es gar nicht mal so schlecht von den vier im Mittelpunkt stehenden Charakteren zu lesen. Manchmal ist es auch mal gut Reihen im kleinen Rahmen zu lesen.
Dieser erste Band lag bereits eine kleine Ewigkeit auf meinem SUB. Dementsprechend habe ich gar nicht mehr viel erwartet. Als ich mir die Fortsetzung günstig zulegen konnte entstand wieder der Wunsch die Bücher überhaupt zu lesen. Was auch gut war, denn so ziemlich jedes Buch lohnt sich. Was auch hier der Fall war.
Jack und Slade, beste Freunde, sind beide Profikämpfer. Der Unterschied zwischen ihnen, Jack ist hauptberuflich Polizist und als Hobby trägt er legale Kämpfe aus und Slade das Kämpfen auf der iligalen Ebene auslebt. Was schon mal ein schlechtes Licht auf Slade wirft. Zumindest im ersten Moment. Abgesehen von ihnen gibt es da noch Chrissy, Slades Schwester und Ärztin und Jessica Slades Freundin. Um diese vier Charaktere geht es dann auch hauptsächlich.
Was ich für mich aua dieser Geschichte mitnehmen konnte sind die verschiedenen Gewaltdarstellungen. Legal oder Illegal werden hier zwei Männer in gewalttätige Taten verwickelt und das gewollt und mit voller Absicht. Teils um schnell an Geld zu kommen, teils weil es Spaß macht. Auf der anderen Seite stehen zwei Frauen, die beide Beziehungen mit gewalttätigen Männern hinter sich haben. Zwei verschiedene Perspektiven treffen aufeinander. Der Leser bekommt beschrieben, dass Gewalt sich nicht unbedingt auf alle Lebensbereiche auswirken muss und dies auch keinesfalls tut. Professionell zu kämpfen heißt noch lange nicht geliebten Menschen absichtlich zu schaden. In diesem Sinne fand ich die Idee zur Handlung sehr gut. Als Leser wird man dazu gebracht zu unterscheiden und nicht das eine mit dem anderen zu verwechseln. Genau so wie es in der Realität auch zugehen sollte.
Geboten wurde mir hier eine recht gelungene und lesenswerte Geschichte. Der zweite Band wird in den nächsten Tagen sicherlich folgen. Mal sehen wie es mit Slade und Jessica weitergeht. Obwohl ich Slade durch Chrissy und Jacks Augen kennenlernen durfte, ist es etwas ganz anderes auch mal über seine Sicht zu lesen.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Seite 236: Jack juckte es in den Fingern, Dennis nach allen Regeln der Kunst zu verprügeln. Für Jessica. Für Chrissy. Für jede Frau, die je von einem Mann misshandelt worden war.
Freitag, 21. Februar 2020
Psy Changeling 15 - Der letze Schwur von Nalini Singh
Seitenzahl: 658
Verlag: LYX
Taschenbuch erschienen am 9. Dezember 2016
Kurzbeschreibung: Die Gesellschaft, wie sie war, existiert nicht mehr. Mediale und Menschen stehen vor schweren Entscheidungen und müssen lernen einander zu vertrauen. Doch neue Machtansprüche drohen den jungen Frieden zu zerstören. Im Visier der Terroristen: ein kleines Mädchen namens Naya, das sowohl mediale Kräfte besitzt als auch die Gestalt wandeln kann und damit das Symbol für die neue Ordnung ist. Als es zu einem Anschlag auf Naya kommt, steht die Welt erneut vor dem Abgrund ...
Meine Meinung: Aus dem Titel ist bereits rauszulesen, dass es sich hierbei um den letzten Band der Reihe handelt. Wenn auch, wie es die Autorin selbst wiedergibt, von der ersten Staffel. Was Nalini Singh in dieser Reihe für eine Welt aufgebaut kat, ist so umfangreich, dass sie noch unzählige Bände umfassen könnte. Die erzählte Zukunft mit den Gestaltwandlern, Menschen und Medialen bietet noch viel Fläche. Es gibt noch so viel zu erzählen.
Was mit Lucas als Gestaltwandler und Sascha als Mediale begonnen hat, umfasst nun fünfzehn Bände über zahlreiche liebgewonnene Charaktere. Lucas und Sascha als Paar beweisen, dass auch unter den verschiedenen Gattungen ein Miteinander möglich ist und man nur den Mut haben muss zu lieben. Und das trotz all der Hindernisse. Ihre Geschichte ist nun mehr als drei Jahre her. Innerhalb dieser Jahre hat sich viel zum guten verändert. Den besten Überblick darüber bietet dieses Buch wo alle drei Gattungen, Charaktere und Handlungsstränge ein weiteres Mal aufgegriffen werden. Dieses Mal steht kein bestimmtes Paar im Vordergrund. Was als Romantic Fantasy bzw. Science Fiction begonnen hat, entwickelte sich zu etwas ganz großem.
Als erste ihrer Art ist Naya einzigartig. Sie ist die gerade mal einjährige Tochter von Lucas und Sascha. In der kleinen medialen Gestaltwandlerin vereinen sich zwei zuvor verfeindete Gattungen. So sehr Naya geliebt wird, umso mehr schwebt sie durch ihre Herkunft in Gefahr. Gerade weil sie zur Hälfte Gestaltwandlerin und zur Hälfte Mediale ist, wird sie zur Zielscheibe der Feinde. Auch wenn diese inzwischen der Minderheit angehören wollen sie das Dreigruppenbündnis schädigen, indem sie Lucas und Saschas kostbarsten Besitz entführen. Auch wenn weitere Handlungsstränge in den mehr als 600 Seiten verfolgt werden, ist das der Ausgangspunkt zu diesem Band.
Eins ums andere Mal habe ich in meinen Rezensionen zu dieser Reihe erwähnt wie liebevoll Kinder in der Geschichte beschrieben werden. Die Liebe zu Kindern ist ein süßer Nebeneffekt des Lesens dieser Bücher. Was natürlich auch für Naya gilt. Sie wird geliebt, behütet und beschützt. Sie ist die Zukunft. Wie weit wird diese Reihe fortgesetzt? So weit, dass ich als Leserin eines Tages mitlesen darf, wie Lucas Traum um seine Tochter wahr wird. Ich bin felsenfest überzeugt. Was Lucas hier begonnen hat wird er weiterführen. Er wird alles dafür tun, dass Naya eines Tages an der Spitze ist. Naya zu entführen ist eine kluge Idee derjenigen, die noch immer schlechte Absichten haben. Hätten sie das Mädchen in ihrer Gewalt, ginge all der Fortschritt der vergangenen Jahre mit einem Schlag verloren. Doch sie haben scheinbar nicht bedacht, dass Naya nicht nur ein Mischling ist, sondern auch ihre Eltern die Welt in brand setzen würden um ihre Tochter zu schützen. Ihr Vater ist der einflussreichste Leitwolf und ihre Mutter ist die stärkste Mediale. Trotz diesem Wissen las ich mit Sorge. Ich könnte mir das was wäre wenn nicht ausmalen.
Dennoch muss hier ein Schlussstrich gezogen werden. Inzwischen wurden viele Charaktere mit eingebracht und die Bindungen gehen ineinander über. Die eigentliche Schreibweise wurde vernachlässigt. Obwohl ich nach wie vor mit Interesse lese, würde ich gerne wieder über ein im Vordergrund stehendes Paar lesen wollen. Dabei sollen all diese besonderen Personen nicht vergessen werden. Scheinbar hat Nalini Singh auch genau das vor. Eine direkte Fortsetzung ist es nicht, aber auch keine neue Reihe. Wie immer werde ich mit großem Interesse weiterlesen.
An manchen Stellen wurde es zwar etwas langatmig aber im Grunde war auch dieser fünfzehnte Band wieder rundum gelungen. Drei Textstellen haben es mir besonders angetan. Nayas erste Verwandlung habe ich geliebt, Nikitas Kennenlernen mit ihrer Enkelin und ihre unterdrückte Liebe hat mich gerührt und letztendlich die Geburt der Wolfsleoparden und die nachfolgende Feiert hat mich wahnsinnig gefreut. In vielerlei Hinsicht gibt es so viel wertvolles in dieser Reihe.
Begonnen hatte die Autorin mit Lucas und Sascha und es endet auch mit ihnen. An ihrer Seite haben sie nun zahlreiche Freunde aus allen Gattungen. Was sie begonnen haben führten andere weiter und wieder andere Charaktere werden es noch weiter bringen. Liebe, Freundschaft und Verwandschaft wird immer das wichtigste Bindeglied bleiben.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Donnerstag, 6. Februar 2020
Verfluchte Wünsche von Carina Mueller
Seitenzahl: 330
Verlag: Impress
Kindle eBook erschienen am 7. Januar 2016
Kurzbeschreibung: Annie passiert das, wovon nahezu jeder träumt. Von einem auf den anderen Tag gehen all ihre Wünsche sofort in Erfüllung. Na ja, fast alle. Dem unfreundlichen Businessman sein Akku leer wünschen? Check. Die perfekte Figur haben? Nope. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch dieser Raik auf. Ein Bild von einem Mann, doch leider unerträglich fürsorglich. Klar ist es nett von ihm, dass er ihr helfen will, die nicht selten in Katastrophen endende Fähigkeit wieder loszuwerden. Doch Annie ist gar nicht mehr dazu bereit, ihre Macht zu verlieren. Bis der Fluch Überhand nimmt…
Meine Meinung: Da habe ich doch tatsächlich bisher auf diesem Blog lediglich eine Rezension zu einem Titel von Impress. Das auch noch zu einer Kurzgeschichte. Auch hieran ist klar zu sehen, dass ich die eBooks von Impress viel zu gerne lese. Denn das, was mir richtig gut gefällt versuche ich mir immer vorzuenthalten. Eine blöde Angewohnheit wenn es um Bücher geht. Was mir auch bewusst ist. Impress zeichnet sich meiner Meinung nach mit generell recht gelungenen Geschichten aus. Was mit diesem eBook ein weiteres Mal bestätigt wurde.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die 18 Jährige Annie. Gewöhnlich stehe ich Charakteren in Büchern neutral gegenüber. Doch Annie hat mich mit ihrer naiven Art anfangs einfach nur genervt. In der Schule wird sie zwar gemobbt, versucht dagegen aber auch nichts entgegenzubringen. Sie hofft einfach nur es würde besser werden, wenn sie nichts erwidert. Da dachte ich mir, ist sie sie sich wirklich so unwichtig? Diese Eigenart von ihr zog sich zum Glück nicht durch das ganze eBook. Nachdem sie im Zusammenhang mit ihrem Geburtstag von heute auf morgen die Gabe des Verfluchens besitzt ändert sich so einiges in ihrem Leben. Jetzt kann sie es Dennis, der ihr das Leben schwer gemacht hat, es mal so richtig heimzahlen. Und ja am Anfang klang ihr Vorhaben auch ziemlich plausibel. Schließlich konnte sie sich anderweitig nicht wehren. Der einzige Haken an der Sache war, die Kontrolle ihrer Gabe. Die anfänglichen Streiche ihrem Klassenkameraden gegenüber waren in Ordnung, doch war es eine Frage der Zeit bis jemand ernsthaft verletzt werden würde. Als es dann soweit kam meldete sich nicht mal Annies Gewissen zu Wort. Annie wurde gefährlich für die Menschen in ihrer Umgebung.
Als Einzelband gefiel mir die Geschichte um Annie, ihre Gabe und schließlich ihre Resozialisation unter Gleichgesinnten ziemlich gut. Eine etwas ausgeweitetere Handlung und dazu hätten mehrere Bände geschrieben werden können. Dennoch fand ich diesen Weg viel besser. Bevor Annie gänzlich ihr Gewissen verlieren konnte, wurden ihr letztendlich die Augen geöffnet. Das fast zu einem viel zu hohen Preis. Vor allem Jugendliche können aus den Geschehnissen ziemlich fiel mitnehmen. Erzählt wurde von verschiedenen Blickwinkeln auf Situationen zu schauen und ob man überhaupt das Recht hat zu urteilen. Richtig und Falsch sind meistens nicht klar zu trennen. Zu letzt kommt da auch noch der Stellenwert der Familie hinzu. Es lohnt sich nicht sich untereinander zu kränken. Dafür ist das Leben zu kurz.
Eine wirklich gelungene Idee mit einigen Schwächen. Obwohl ich ziemlich gut unterhalten wurde, gab es doch wenige Kritikpunkte. In einem Einzelband ist so manches nicht einfach umzusetzen. Hier waren es die Gefühle. Ich kann nicht sagen, dass es zu schnell ging, aber für die Bezeichnungen wie meine Frau oder mein Mann war es dann doch etwas zu überschwänglich. Zeit blieb auch nicht, aber es hätte einfach weggelassen werden können. Dieser Umstand dämpfte das Lesevergnügen etwas, aber dennoch war es eine recht gelungene Geschichte, die mir weitgehend gut gefallen hat.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Donnerstag, 30. Januar 2020
Die verschenkte Tochter von Tinga Horny
Seitenzahl: 187
Verlag: Bastei Lübbe
Kindle eBook erschienen am 15. Mai 2015
Kurzbeschreibung: Dass Tinga Horny mit ihren schwarzen Haaren und den Mandelaugen nicht das leibliche Kind ihrer Eltern ist, sahen Außenstehende sofort. Nur sie selbst begreift das erst, als sie zufällig auf ihre Adoptionsunterlagen stößt. Da ist sie elf Jahre alt, und es gelingt ihr nicht, in ihrer Familie das Tabu ihrer wahren Herkunft zu durchbrechen. Erst als ihr Vater stirbt, wird Tinga klar, dass sie handeln muss, wenn sie ihre leiblichen Eltern noch kennenlernen will. Sie begibt sich auf die Suche und taucht tief ein in eine fremde Kultur, in der Mädchen nichts wert sind und die Familienehre wichtiger ist als das eigene Kind.
Unterteilt wird das Buch in den ersten Teil, wo es zunächst darum ging Tingas Leben bei ihren Adoptiveltern zu beschreiben. Einen großen Teil nimmt da ihre Kindheit ein, mit all ihren Schwierigkeiten. Denn um die 1960 war es nicht normal als adoptierte Chinesin unter Deutschen aufzuwachsen. Und das ließen Tinga die Menschen in ihrer Umgebung deutlich spüren. Natürlich blieben ihr unangenehme Fragen nicht erspart. Vor allem in der Schule wurde Mobbing zu ihrem Alltag. Heutzutage kann ich mir das fast nicht vorstellen allein wegen der Herkunft solchen Blicken ausgesetzt zu werden. In der heuitigen Gesellschaft ist das Zusammenleben mit den verschiedensten Kulturen gar nicht mehr wegzudenken. Wie sehr sich innerhalb der vergangenen Jahre die deutsche Gesellschaft doch gewandelt hat. Und das meiner Meinung nach zum Positiven.
Obwohl ich all diese Erlebnisse von Tinga als wichtig erachte und sie selbstverständlich eingebracht werden mussten, wurde es mir nach einer Zeit doch etwas zu viel. In der ersten Hälfte wurde zu oft erwähnt, dass sie häufig gefragt wurde, wie sie denn so gut Deutsch spräche. Zum Glück ging es dann ab der Mitte eher um die eigentliche Suche nach ihren leiblichen Eltern. Dennoch hätte man das etwas weniger erwähnen können.
Die zweite Hälfte gestaltete sich für mich um einiges interessanter. Die Recherchen wurde ohne um den heißen Brei zu reden hintereinander weg geschildert. Ich habe durch Tingas Erfahrungen viel neues lernen dürfen. Zunächst wäre da die Ansicht der Chinesen auf das Geschlecht ihrer Nachkommen und das insbesondere auf Mädchen. Mir war bisher gar nicht bewusst wie wertlos Mädchen für die Chinesen sind. Ich war ziemlich erstaunt, dass ich noch nie über die Geschlechterungleichheit bei ihnen gehört hatte. Zu mir kam das bisher einfach nicht durch. Und ja in Tingas Fall war es auch ihr Geschlecht der ihre leibliche Eltern ohne zu zögern handeln lies. Die Einzelheiten waren wirklich interessant zu lesen. Wieder kann ich nur sagen, bei wahren Geschichten steht es Lesern einfach nicht zu zu urteilen. Verstehen kann ich zwar weswegen Tinga das Bedürfnis hatte die Suche nach ihren biologischen Eltern aufzunehmen, jedoch war mir so einiges von vornherein klar.
Was konnte man schon von Menschen erwarten, die ein Kind bereit sind zu verschenken? Für mich war klar, egal was dabei rauskommt, ihre Beweggründe werden mich nicht zufriedenstellen. Bestätigt wurde ich letztendlich auch. So ist es für mich eindeutig, dass Blut noch lange nicht ausreicht zu binden.
Neben Tingas Erlebnissen, ihrer Suche und dem Ausgang nehme ich noch etwas ganz anderes mit aus diesem Buch. Erwähnt wurde eine jüdische Dame. Ihre Antwort auf Tingas Frage, weswegen sie nach all dem was den Juden angetan wurde zurückgekehrt ist, hat mich tief berührt. Das werde ich sicherlich lange nicht vergessen. Die Nazizeit ist nach wie vor unheimlich interessant für mich. Die Selbstverständlichkeit in der Antwort der Frau hat mich somit ziemlich überzeugt.
Wahre Geschichten und Erfahrungen lese ich ab und zu echt gerne. Dabei fällt es mir immer noch recht schwer eine Bewertung abzugeben. Mir erscheint es immer wieder nicht richtig, aber da kann man nichts machen. Der erste Teil war mit den Wiederholungen etwas schwer für mich. Die zweite Hälfte war aber umso interessanter. Meine Bewertung ist somit der Durchschnitt. Wie bisher bei jedem gelesenen Buch kann ich auch dieses nur wärmstens empfehlen. Dabei ist der Schreibstil in diesem Genre eher unwichtig. Zumindest stehen andere Faktoren im Vordergrund. Einblicke in Erlebnisse von mir fremden Menschen kann ich mir nicht entgehen lassen.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Mittwoch, 29. Januar 2020
The Wild Ones 02 - Verlangen von M. Leighton
Seitenzahl: 296
Verlag: Heyne
Taschenbuch erschienen am 8. September 2015
Kurzbeschreibung: Wie weit wird ein braves Mädchen für den Bad Boy gehen, den es liebt?
Laney Holt ist eine Pfarrerstochter, ein braves Mädchen. Alles, was sie vom Leben wollte, war zu heiraten, Kinder zu bekommen und bis ans Ende ihrer Tage glücklich zu sein. Doch das ist nie eingetreten. Die beiden Menschen, die ihr am nächsten standen, haben sie im Stich gelassen, und Laneys Träume sind zerplatzt. Zurück bleibt eine Leere, die Laney mit nichts auszufüllen weiß – bis sie Jake Theopolis kennenlernt, einen lebensmüden Draufgänger, dem das Wort Womanizer auf die Stirn geschrieben steht. Sein neuester Rausch? Laney zu zeigen, dass es im Leben noch mehr gibt, als bloß das brave Mädchen zu sein – und Leidenschaft pur.
Meine Meinung: Diese Reihe zeichnet sich für mich mit dem lockeren und leichten Schreibstil der Autorin aus. Die Seiten lesen sich unheimlich flüssig. Thematisiert werden auch keine schweren Themen. Es geht einfach nur um zwei Menschen, die zueinander finden. Recht unspektakulär wurde ich sagen. Sogar unspektakulärer als es im ersten Band der Fall war. Normalerweise ist das viel zu wenig für mich. Ich gehöre zu den Lesern, die über das gewisse Etwas lesen wollen. Dementsprechend enttäuschen mich solche alltäglichen Geschichten meistens, was aber bei dieser Reihe nicht der Fall ist. Mir gefällt es auch mal leichte Lektüren zu lesen.
Obwohl es sich um eine Reihe handelt, kennen sich die Charaktere innerhalb der Geschichte nicht. Trick und Cam, das Paar vom ersten Band, wurden nicht mal am Rand erwähnt. Somit ist es eigentlich auch nicht notwendig die Reihenfolge der Bände einzuhalten.
An Laney und Jake hat mir ihre Veränderung am meisten gefallen. Als Pfarrerstochter kannte Laney bisher immer ihre Grenzen und entsprach somit auch den Erwartungen der Menschen in ihrer Stadt. Bis zu Jake. Erst durch ihn veränderte sie sich, was ihr Wesen an sich anbelangt. Sie wurde freier und weiß jetzt, was es heißt zu leben und vor allem zu lieben. Jake dagegen ist derjenige, der so ziemlich alles auf die leichte Schulter nimmt und lange nichts mehr ernstes an sich ranlässt. Er verbietet sich schlicht und einfach zu lieben. Das auch in der Annahme, er würde es nicht verdienen geliebt zu werden. In dieser Geschichte verändert sich nicht nur Laney durch Jake, sondern auch Jake lernt dank Laney Gefühle zuzulassen und, dass er es doch wert ist. Für Leser, die gerne herkömmliche Liebesgeschichten lesen also genau das Richtige.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Dienstag, 2. Juli 2019
Breeds 12 - Mercurys Kampf von Lora Leigh
Seitenzahl: 462
Verlag: LYX
Taschenbuch erschienen am 26. Oktober 2017
Kurzbeschreibung: Mercury Warrant ist der perfekte Breed, Mann und Löwe zugleich. Aber als seine Gefährtin stirbt, verliert Mercury die Kontrolle über sein Tier. Er kann sein Leben nur retten, indem er den Löwen in sich an die Kette legt und seine animalische Seite komplett ausblendet. Über die Jahre hat er sich mit einem Leben ohne wahre Verbundenheit arrangiert. Doch da taucht Ria Rodriquez in Sanctuary auf und stellt seine Welt auf den Kopf ...
Meine Meinung: Der bereits 12. Band. Bei Reihen, bei denen ich auch nach so vielen Bänden dranbleibe, sind besonders für mich. Wenn sie mich im Großen und Ganzen nicht überzeugen würden könnte ich gar nicht de Geduld aufbringen um weiterzulesen. Bei den Breeds kann ich von Überzeugung auf jeden Fall reden. Auch in Zukunft werde ich dranbleiben. Nur wäre es mir lieber wenn es die jeweiligen Kurzgeschichten zur Reihe auch zusammengefasst in Sammelbänden geben würde. Darüber würde ich mir wirklich freuen. Bei den Reihen von Nalini Singh wird das gemacht und da bin ich auch sehr glücklich darüber. Weswegen nicht bei Lora Leigh? Wenn das auch umgesetzt werden würde, wäre ich restlos zufrieden.
Nachdem beim letzten Band die Erotik ziemlich in den Hintergrund gerückt ist, bietet die Autorin hier eine sehr passende Mischung aus sinnlichen und heißen Szenen und einer interessanten Handlung. Die leidenschaftlichen Momente werden so richtig ausgekostet. Genau so wie ich den Schreibstil von Lora Leigh in den ersten Bänden kennengelernt habe. Zumahl dieser Band mit 462 Seiten eines der längsten Bände der Reihe ist.
Bis jetzt war mir gar nicht bewusst, dass Jonas der Bruder von Callan ist. Entweder entging mir das, weil die beiden keine brüderliche Bindung zueinander haben, oder es wurde bisher nicht erwähnt. Hinzu kommt dann auch noch Dane. Ein weitere Bruder der beiden. Und diese drei Breeds müssen noch lange nicht die einzigen direkten Nachkommen von Leo sein. Nur fehlt zwischen ihnen die Geschwisterliebe. Bei erwachsenen Männern, die in ihrer Kindheit nicht zusammen aufgewachsen sind, kann ich das noch nachvollziehen. Nur hätte auch im Nachhinein eine Bindung zwischen ihnen entstehen können. Sie könnten sich mit der Zeit als Brüder ansehen. Jedoch passiert in diese Richtung so gut wie nichts in den Büchern.
Komme ich mal zu Mercury und Ria an sich. Mercurys tote Gefährtin erschwert ihre Beziehung von vornherein. Ria ist in dem Glauben, Mercury könnte sich kein zweites Mal paaren. Und so ist es normalerweise auch. Obwohl das Verlangen zwischen ihnen vom ersten Augenblick an auflodert, will sie sich wenn möglich zurückhalten. Auch dann noch, wo se genau weiß er wird ihr das Herz brechen. Denn wenn will sie Mercury ganz für sich. Die von Anfang an schwierige Beziehung der beiden mitzuverfolgen und zu sehen wie sie letztendlich doch zueinander fanden, war wieder mal mit Lesevergnügen verbunden. Der Paarungsrausch war wie immer sehr verlockend. Wer würde diese intensiven Gefühle nicht miterleben wollen.
Entweder habe ich mich an die Reihe gewöhnt oder das Feuer zwischen den Paaren erfasst mich nicht wie früher. Obwohl von der Rahmenhandlung bis hin zu den erotischen Szenen alles gestimmt hat, konnte ich nicht restlos begeistert werden. Vier Sterne sind lange nicht als schlecht zu bezeichnen aber etwas mehr erwarte ich inzwischen schon, was die weiteren Bände betrift.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Freitag, 28. Juni 2019
The Wild Ones 01 - Verführung von M. Leighton
Seitenzahl: 340
Verlag: Heyne
Taschenbuch erschienen am 11. Mai 2015
Kurzbeschreibung: Camille »Cami« Hines ist die über alles geliebte Tochter des Vollblutpferdezüchters Jack Hines, der die Champions des Südens hervorbringt. Abgesehen davon, dass sie sich manchmal ein wenig eingeengt fühlte, war Cami bislang eigentlich recht zufrieden mit ihrem Freund, ihrem Leben und ihrer Zukunft – das war, bevor sie Patrick Henley kennenlernte. »Trick« verwischt die Grenzen zwischen dem, was Cami will, und dem, was von ihr erwartet wird, und stürzt sie in einen Strudel aus Leidenschaft, Verpflichtungen und grenzenlosem Begehren.
Meine Meinung: Ohne lange zu fackeln kommt die Autorin zum Wesentlichen. Ich hatte mich noch gar nicht auf die Handlung eingelassen, da trafen auch schon Trick und Cami aufeinander. Etwas unerwartet hat es mich zwar erwischt, aber so gefällt es mir immer noch am besten.
Vor einiger Zeit hatte ich bereits eine Reihe der Autorin gelesen, nur erinnere ich mich nur noch wage daran. Mir kam es jedoch so vor, als ob sich ihr Schreibstil gebessert hat. Nach wie vor bin ich nicht recht angetan von New Adult. Die hier erzählte Geschichte kann sich jedoch zeigen lassen.
So plötzlich wie ich mich mitten im Geschehen wiederfand ging es mit dem Tempo auch weiter. Trick und Cam haben mir als Paar gut gefallen. Die sofortige Anziehung zwischen ihnen ist so stark, dass abgesehen davon so ziemlich alles in den Hintergrund rückt. Hauptsache sie kommen, trotz all der Hindernisse, zusammen. mit jemandem zusammen zu sein den man nicht liebt ist viel einfacher wenn man nicht weiß wie sich wahre Liebe anfühlt. Das Ganze gestaltet sich dann erträglicher. Was auch der Grund ist weswegen Cami an ihrer Beziehung zu Brent festhält. Bisher war sie nicht verliebt und weiß nicht mal was es heißt Gefühle zu empfinden, die über alles hinaus gehen. Gegen ihre Empfindungen für Trick kann sie sich nicht wehren. Daran ändert auch nicht ihre Beziehung zu einem anderen und auch nicht das seltsame Verhalten ihrer Eltern. Mit den Eltern von Trick und Cam bringt die Autorin ein Geheimnis mit ei. Sodas noch mal das Interesse an der Handlung erhöht wird. Die stutzig machenden Verhaltensweisen der Eltern regen zum Nachdenken an. Ich habe mich gefragt was zwischen diesen beiden Familien steht.
Beinahe wären dem ersten Band dieser Reihe eines der höchsten Bewertungen in diesem Genre sicher gewesen. Gehindert hat mich daran eine Charaktereigenschaft von Cami. Das was sie ihrem Vater im Zusammenhang mit der Vergangenheit vorwirft war ungerecht und unverschämt zugleich. So hart war sie nicht mal zu ihrer Mutter. Dabei hätte sie das als einer der beiden Schuldigen verdient. Wenn Cami schon jemanden verletzen will, dann doch bitte die Richtigen. Ähnliches sagte sie auch zu Tricks Mutter. Dabei ist auch sie nicht schuldig. Mich hat es gestört, dass Cami die falschen als Sündenbock wählte. So verbleibe ich viel lieber bei den 4 Sternen, was mir angemessener erscheint.
Abgesehen von diesem Kritikpunkt freue ich mich schon jetzt auf den nächsten Band. Mal sehen was mich beim zweiten Paar erwartet. Und auch wie meine Bewertung aussehen wird. Dabei sind mir wie hier eingebrachte Geheimnisse oder ähnliches willkommen. Da wird die Spannung an den Geschehnissen noch mal in die Höhe getrieben.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Samstag, 22. Juni 2019
Imago - Dunkler Hass von Matthias Bürgel
Seitenzahl: 284
Verlag: be eBooks
Kindle eBook erschienen am 01. Juni 2019
Kurzbeschreibung: Am Bodensee verschleppt und tötet ein Serienkiller junge Frauen, die er auch noch grauenvoll verstümmelt. Und die Polizei tappt im Dunkeln. Der leitende Ermittler, Marius Bannert, wendet sich hilfesuchend an den Fallanalytiker Falk Hagedorn, der nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Eigentlich will dieser von der Welt nichts mehr wissen - und von der Polizei noch viel weniger. Aber der Fall reizt ihn und er lässt sich von Bannert zur Mithilfe überreden. Über die Opfer gelingt es den beiden Kriminalisten nach und nach, die Psyche des Täters zu analysieren und die Motivation seiner Taten zu erahnen. Doch dann verschwindet plötzlich Hagedorns Tochter ...
Meine Meinung: Vor allem bei Krimis gibt es immer viel zur Auflösung des Falles loszuwerden. Nur will ich natürlich nichts vorwegnehmen. Da verginge ja die Spannung, bevor sie sich überhaupt aufgebaut hat.
Nachdem ich bereits zwei eBooks vom Verlag lesen durfte habe ich mir dieses Mal ein Buch aus einem anderen Genre ausgesucht. Ich wollte mal sehen was sie im Bereich der Krimis so zu bieten haben. Obwohl ich ziemlich wählerisch bin und mir unter den Krimis nicht viel gefällt, konnte ich überzeugt werden. Der Autor schreibt über zwei Hauptcharaktere, über die man bereit ist sofort mehr zu lesen. Insbesondere Hagedorn, der im Rollstuhl sitzende Fallanalytiker, hat mich für sich einnehmen können. Mit seiner selbstbewussten Art, trotz Beeinträchtigung, lässt er sich nicht runterziehen. Er ist nun mal ein interessanter Charakter.
Anfangs war ich nicht sonderlich angetan von der Handlung. Die Leichenfunde und die Kontaktaufnahme zu Hagedorn waren unspektakulär. Aufgebaut hat sich die Spannung als Hagedorns Tochter ins Spiel kam. Gleichzeitig setzte die Sorge um die junge Frau ein, die unweigerlich in die Hände des Täters fallen würde. Ab diesem Zeitpunkt steigert sich die Spannung dann auch bis zum Ende.
Festgestallt habe ich nach dem Lesen, wenn die Kindheit des Täters ganz anders abgelaufen wäre, wäre er womöglich nicht zu diesem Menschen geworden. Ich weiß nicht weswegen die Menschen an ihren Überzeugungen festhalten aber Akzeptanz und Toleranz hätten so einiges verändert. Auch wenn ich es keinesfalls als Rechtfertigung ansehe finde ich es nach wie vor wichtig zu erfahren, was die Täter zu solch brutalen Straftaten treibt. Bücher sind nicht nur lauter geschriebene Wörter. Aus ihnen kann man immer etwas lernen. Was auch hier der Fall ist.
Letztendlich würde ich gerne mehr vom Autor lesen wollen. Anzeichen für einen zweiten Band gab es nicht. So nehme ich an, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Eigentlich ziemlich schade. Auch wenn mich der anfängliche kurz und bündige, fast schon abgehackte, Schreibstil etwas irritiert hat gewöhnte ich mich schnell dran. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Montag, 17. Juni 2019
Nie wieder Blondinen von Michaela Grünig
Seitenzahl: 296
Verlag: Feelings
Kindle eBook erschienen am 16. März 2016
Kurzbeschreibung: Vreni Tschannen ist ziemlich rüde aus ihrem kuscheligen Leben inmitten der Zürcher Schickeria gestoßen worden. Nun muss sie, statt bei Pilates, Yoga und Co. ihren Körper zu perfektionieren, wieder in ihrem Job als Kunstlehrerin arbeiten. Und schuld daran ist eine Blondine. Genauer gesagt die russische Swetlana, die sich Vrenis Ehemann Olaf unter die blutrot lackierten Nägel gerissen hat. Zu allem Überfluss ergattert Vreni noch nicht einmal einen Job im mondänen Zürich, sondern in einem Internat im provinziellen Berner Oberland. Ausgerechnet in der Nähe des Dorfs, in dem der schöne Urs ihr das Herz vor einigen Jahren so gründlich gebrochen hat, dass sie daraufhin in die Großstadt auswandert ist. Dorthin will sie auch schnellstmöglich zurückkehren, weshalb die einzigen beiden Single-Männer in ihrem neuen Kollegium, der attraktive Assistenz-Lehrer Kai und der charismatische Schauspielcoach Frank selbstverständlich nicht in die engere Auswahl als Liebesersatz kommen! Oder doch? Leider entwickelt sich dann alles etwas anders als geplant: Vreni stolpert beim Figur-optimierenden Joggen im Wald, ausgerechnet über eine tote Blondine und steht plötzlich im Mittelpunkt einer Morduntersuchung. Ob Hauptmann Perreten den Fall lösen kann, ist dabei mehr als fraglich. Nein, da muss Vreni schon selbst ermitteln.
Meine Meinung: Michaela Grünig ist mir als Autorin nicht unbekannt. Einige eBooks durfte ich bereits von ihr lesen. Obwohl "Nie wieder Blondinen" schon lange Zeit auf meinem SUB liegt, war ich mir sicher, hier erwartet mich wieder eine sehr gute Geschichte. Was dann auch bestätigt wurde.
Bisher gelesene Bücher der Autorin waren recht humorvoll von der lockeren und leichten Sorte. Das Cover hier verleitet zu einer ähnlichen Annahme. Wäre eine ganz andere Gestaltung für das Cover gewählt worden, wäre es mit Sicherheit nicht irreführend gewesen. Beim Lesen merkt man aber sehr schnell, schließlich geht es um einen Mord auf einem Internat, dass es sich hierbei um keine leichte Kost kandelt. Die Beschreibung Liebesgeschichte mit Krimianteil trifft da doch viel eher zu. Wobei ich auch diese Beschreibung kurzum umdrehen würde. Krimi mit Liebesgeschichtenanteil passt hervorragend. Vrenis Liebesleben spielt zwar eine große Rolle aber im Vordergrund steht der Mordfall.
Das Buch ließ sich, wie von früher gewohnt, flüssig lesen. Wie immer weiß die Autorin zu gut wie man an Geschichten bindet. Als Leser bleibt man durchgehend dran am Geschehen. Besonders am Ende ist eine Frage besonders wichtig. Die Frage nach Gerechtigkeit, die sich ganz nach vorne rückte, beschäftigte mich sehr. Ist Mord in manchen Fällen nicht sogar gerechtfertigt? Ein recht schmaler Grad wie ich finde. Michaela Grünig stellt einen nachvollziehbaren Verlauf für die Gründe des Täters dar. Und ja, in manchen Fällen sind Morde tatsächlich gerechtfertigt. Zumindest hat das Opfer möglicherweise den Tod verdient. Das falsche Verhalten der Lehrerin wird zwar geschildert, jedoch hat der Leser nicht die Gelegenheit selbst darüber zu lesen. Was ich durchaus bevorzugt hätte.
Trotzdem hat mich das Ende ziemlich überrascht. In Krimis ist der Leser an bestimmte Handlungsstränge gewöhnt. Doch genau das wird einem hier nicht geboten. Was auch mal etwas anderes ist. Mir hat Vrenis Geschichte rundum sehr gut gefallen. Schon jetzt freue ich mich auf mehr Bücher der Autorin.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Montag, 3. Juni 2019
Blood Dynasty 02 - Von Liebe erweckt von Megan Erickson
Seitenzahl: 205
Verlag: be eBooks
Kindle eBook erschienen am 31. Mai 2019
Kurzbeschreibung: Celia hat ihre Eltern nie gekannt und sich immer wie ein Waisenkind gefühlt. Alles was sie will ist ein normales Leben. Aber diesen Wunsch muss sie endgültig aufgeben, als sie plötzlich von einem Vampir angegriffen wird. Idris, der zum Clan der Gregorie gehört, kann Celia in letzter Sekunde retten. Doch auch er hat nicht nur Gutes im Sinn - denn als Tochter seines Erzfeindes, soll sie eigentlich der Preis für Idris' Freiheit sein. Wenn es nicht plötzlich gewaltig zwischen den beiden knistern würde ... Das Feuer der Leidenschaft verändert alles. Aber ausgerechnet jetzt versucht die Familie, nach der Celia sich immer gesehnt hat, sie zu töten. Und es ist Idris Aufgabe, sie erneut zu retten.
Meine Meinung: Meine Rezension zum ersten Band endete mit den Worten, dass ich auf viele weitere Bände der Reihe hoffe. Ich war nach dem Lesen sehr begeistert über den Auftakt der Reihe. So nahm ich automatisch an, auch der zweite Band wird mich von der ersten bis zur letzten Seite für sich einnehmen. Umso enttäuschender ist es, wenn man einen Folgeband ließt, das zwar wirklich gut geschrieben ist, aber eben nicht so gut ist wie der erste Band es gewesen war. Ein eBook, das mit 4 Sternen bewertet wird kann gar nicht schlecht sein, aber dennoch hätte ich viel mehr erwartet. Ich hatte das Gefühl der Zauber des ersten Bandes ging verloren. Die Autorin überzeugt zwar mit ihrem Schreibstil und der Handlung weiterhin aber das Hochgefühl vom ersten Band setzte nicht ein.
Idris wirkte im ersten Band viel kälter und um einiges gefasster. Kennengelernt hat der Leser ihn über die Telefongespräche mit seinem Bruder. Die Rolle als zukünftiger König ließ ihn wie jemand ganz anderes wirken. Als die Wahrheit ans Licht kam konnte er sich scheinbar losreißen. Athan, der inzwischen König ihres Clans ist, entspricht genau meinen Vorstellungen. Er sticht weiterhin mit seinem starken Charakter hervor. Seine Entscheidungen trifft er mit Gewissen und Mitgefühl. Er ist ein hervorragender Anführer. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Seine Tendra ist natürlich nach wie vor an seiner Seite.
Celia als Dhampier unterscheidet sich zwar nicht als Wesen von den Mensch unter denen sie bisher ahnungslos gelebt hat, aber wenn es beispielsweise um Blut trinkende Vampire geht unterscheidet sie sich durchaus. Nach dem ersten Schockmoment war sie von diesem Anblick ziemlich fasziniert und auch wenn Idris von ihr trinkt gibt sie ihm mehr Kraft, als wenn er von einem Menschen trinken würde. Recht kleine aber nötige Unterschiede. Sonst hat mir so ziemlich alles in ihrer Geschichte gefallen. Wenn es einen weiteren Band gäbe, so genau weiß ich das nicht, würde ich auch den zwar lesen aber mit weniger Erwartungen als ich diesen Band las. Mir wurde ziemlich schnell klar diese Geschichte wird mich nicht so sehr mitreißen wie Athan und Tendra es getan haben. Das zog sich dann auch durchs gezammte eBook.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Mittwoch, 22. Mai 2019
Psy Changeling 14 - Scherben der Hoffnung von Nalini Singh
Seitenzahl: 651
Verlag: LYX
Taschebuch erschienen am 03. September 2015
Kurzbeschreibung: Mit pochendem Schädel und seiner mentalen Kräfte beraubt, erwacht der Pfeilgardist Aden in einer finsteren Zelle. Allein der Versuch, mit dem Medialnet Kontakt aufzunehmen, verursacht unerträgliche Schmerzen. Seine Entführer haben auch Zaira in ihre Gewalt gebracht, eine seiner erfahrensten Kommandantinnen und die Frau, der sich Aden seit seiner Kindheit am meisten verbunden fühlt. Gemeinsam gelingt den beiden die Flucht, doch sie finden sich verletzt und orientierungslos in einer unwirtlichen Landschaft fernab der Zivilisation wieder. Auch wenn Zairas Kräfte schwinden, kommt Aufgeben für Aden nicht in Frage. Denn seine Feinde haben es nicht nur auf ihn, sondern auf die Vernichtung der gesamten Pfeilgarde abgesehen, und als deren Anführer ist er fest entschlossen, diejenigen zu retten, die unter seinem Schutz stehen ...
Meine Meinung: Am liebsten würde ich Nalini Singh dazu auffordern nie mit dieser Reihe aufzuhören. Ich sehe in ihr eine Autorin, die fähig ist, auch noch nach zahlreichen Bänden eine Reihe lesenswert schreiben kann. Bei 651 Seiten dieses Buches ging mir kein einziges Mal der Gedanke durch den Kopf es hätte kürzer sein können. Und das obwohl dieses Mal die körperliche Anziehung zwischen den Charakteren zwar vorhanden war, sie aber keinesfalls den größten Anteil der Handlung einnahm. Eher standen die Machtspiele der Feinde und das Miteinander der Menschen, Medialen und Gestaltwandlern im Vordergrund. Wenn eine Autorin so viele Seiten erfolgreich mit einer lesenswerten Rahmenhandlung füllen kann, dann ist sie so ziemlich zu allem fähig.
Nun aber mal zu den Charakteren und der Handlung an sich. Zaira ist schon seit ihrer Kindheit an Adens Seite. Seit er ihr versprochen hat sie aus ihrer Einsamkeit zu befreien, in die sie ihre Eltern verband haben. Von ihnen wurde ihr lediglich Gewalt entgegengebracht. Jahrelang wurde Zaira von ihren eigenen Eltern eingesperrt und isoliert. Aden will ihre verletze Seele heilen und sie nie allein lassen. Sein Traum ist es den Pfeilgardisten, denen es verboten war Gefühle zu zeigen, beizubringen wie man liebt. Auch wenn er selbst nicht genau weiß wie Emotionen zugelassen werden durch seine tiefen Gefühle für Zaira und Remi dem Alphatier eines Rudels, dass den Lesern bisher unbekannt war, will er an seinem Traum festhalten. Der erste Schritt dahin sind die Kinder unter den Pfeilgardisten. Sie sollen zu fähigen Soldaten heranwachsen denen es erlaubt ist zu fühlen, Freunde zu haben und schließlich zu lieben. Meiner Meinung nach ein so schöner Traum, dessen Umsetzung ich vom Herzen zustimmen würde. Ich bin überzeugt. Als gutes Beispiel werden es Aden und Zaira eines Tages geschafft haben.
In diesem Band lernten wir zwei neue Gestaltwandlerrudel kennen. Zunächst zum ersten Mal näher die Wassergestaltwandler und darüber hinaus auch einen weiteren Raubkatzenrudel mit Remi an ihrer Spitze. Unter den Raubkatzen gab es aber eine, die es mir besonders angetan hat. Die kleine Jojo hab ich sofort ins Herz geschlossen. Sie wurde wieder Mal so liebevoll beschrieben. Kinder sind in Nalini Singhs Büchern immer etwas ganz besonderes. Ich hoffe Remis Rudel bekommt eigene Paare, sodass ich mehr von ihnen lesen kann.
Wenn ich zum Fazit komme, kam ich sagen, mir kam hier ein fantastisch durchdachte Handlung entgegen. Mit allem drum und dran eine weiterhin viel Potenzial bietende Geschichte. Trotzdem hätte ich mir mehr Leidenschaft zwischen Aden und Zaira gewünscht. Irgendwie hat das dann doch gefehlt, weil ich diese Reihe vor allem als eines der besten Romantic Fantasy Reihen bezeichnen würde. Denn das wurde bisher geboten. Dieses Mal gesellte sich die Erotik leider an den Rand. Dennoch ein Buch, das mehr als nur lesenswert ist.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Montag, 13. Mai 2019
Rizzoli & Isles 09 - Grabesstille von Tess Gerritsen
Seitenzahl: 442
Verlag: Blanvalet
Taschenbuch erschien am 16. September 2013
Kurzbeschreibung: Boston, Chinatown. Eine alte Legende erwacht zum Leben …
Jahraus, jahrein werden sie an den schrecklichen Tag erinnert, da in einem Restaurant in Chinatown ein Amokläufer ihre Angehörigen hinrichtete. Doch wer schreibt die Briefe, die besagen, dass der wahre Täter noch immer nicht gefasst sei? Erst als zwei Jahrzehnte später bei einer Stadtführung durch Boston die Leiche einer Frau gefunden wird, die mit einem chinesischen Ritualschwert verstümmelt wurde, wird der alte Fall wieder aufgerollt. Und nicht immer haben Jane Rizzoli und Maura Isles bei den Ermittlungen das Gefühl, es mit einem leibhaftigen Gegner aus Fleisch und Blut zu tun zu haben …
Meine Meinung: Der bereits 9. Band der Reihe. Und nein, noch habe ich nicht genug. Ich lese zwar nicht unbedingt viel Krimi oder Thriller, aber Tess Gerritsen gehört für mich zu den besten Autoren in ihrem Genre. Das auch jetzt noch, nachdem ich diesen Band der Reihe nicht so fesselnd fand wie die Bände davor. Mit den vergebenen 4 Sternen scheint diese Aussage sich zwar zu widersprechen, aber bisher hatte ich den Bänden entweder 5 oder 4,5 Sterne gegeben. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich die Geschichte an sich schlecht fand. Keinesfalls. Spannung wurde wie jedes Mal auch hier zu genüge aufgebaut und auch hier habe ich mit großem Interesse weitergelesen.
Tess Gerritsens Bücher widmen sich jedes Mal einer anderen Richtung. Durch alle vorherigen Bände habe ich neues Wissen gesammelt. Für chinesische Geschichten, Legenden und Kampfkunst habe ich mich vielleicht vorher nicht interessiert, aber die Handlung im Buch bringt Themen näher, über die man sich sonst möglicherweise eher keine Gedanken machen würde. So verbinde ich diese Reihe auch mit der Frage was erwartet mich dieses Mal in dem neuen Fall von Jane und Maura. Über mehrere Jahre begleite ich die beiden Frauen nun schon bei ihren Fällen. Sie und ihre Familien sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen.
Den Klappentext zum nächsten Band habe ich erst gar nicht durchgelesen, da ich mit Sicherheit weiß auch der nächste Band wird gelesen. Wenn ich mal wieder einen Krimi oder Thriller lesen will, dann denke ich sowieso als allererstes an Tess Gerritsen. Mal sehen was mich erwarten wird.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Samstag, 4. Mai 2019
Gebieter der Elemente 01 - Gläserner Sturm von P.C. Cast und Kristin Cast
Seitenzahl: 352
Verlag: HarperCollins ya
Kindle eBook erschienen am 02. Mai 2019
Kurzbeschreibung: Foster ist kein normaler Teenager: Sie besitzt die Gabe, Gedanken zu manipulieren. Und nicht nur das: Als ihre Adoptivmutter durch einen Tornado stirbt, offenbart sich, dass sie das Element Luft nach ihrem Willen beeinflussen kann. Aber nicht nur sie ist dazu imstande, sondern auch Tate, der ihr den letzten Nerv raubt. Und beiden wurde ihre Gabe nicht zufällig zuteil, sondern sie wurden bewusst zu Gebietern der Elemente erschaffen. Doch von wem und mit welchem Ziel? Während Foster und Tate sich näherkommen, müssen sie erkennen: Nur gemeinsam können sie ihrem Schöpfer die Stirn bieten.
Meine Meinung: Nach dem Lesen kamen all die Erinnerungen an die Animes wieder, die ich in meiner Kindheit so sehr geliebt hatte. Sie erzählten von Heldinnen, die ihre besonderen Kräfte einsetzen, um gemeinsam gegen das Böse anzukämpfen. In diesem Buch ist es sehr ähnlich. Besonders im letzten Kapitel fragte ich mich wie es wohl sein wird, wenn alle vier Paare letztendlich sich auf der selben Seite behaupten werden. Diejenigen, die früher Animes geliebt haben werden hier auf Gemeinsamkeiten stoßen.
Foster und Tate sind die beiden Luft Benutzer. Indem ihre DNS
manipuliert wurde, wurden sie an eines der Elemente gebunden. Und das selbe
Verfahren wurde bei weiteren sechs Jugendlichen angewendet. Je zwei beherrschen
eins der vier Elemente. Allein das klingt für mich bereits nach interessanter
Fantasy und einer durchaus gelungenen Handlung. So war es dann tatsächlich
auch. Zumal Kristin und P.C. Cast in ihrem Genre bereits bekannt sind Fantasyleser
haben entweder vorher ein Buch von ihnen gelesen oder haben ihre Namen gehört.
Unbekannt können sie einfach nicht sein. Was auch für mich gilt. Das Autorenduo
gehört jetzt nicht zu den Besten für mich, aber sie konnten bereits viele Leser
für sich gewinnen.
Der erste Band der Reihe ist ein durchgehend spannend und
interessant geschriebenes Buch. Man bleibt die ganze Zeit über immer mit den
Gedanken am Buch. Zeit für abdriftende Gedanken bleibt da nicht. Das erste Buch
der Autoren liegt für mich schon einige Jahre zurück. So wirklich überzeugt
hatte mich der damalige Schreibstil allerdings nicht. Die vergangenen Jahre und
eine Menge Schreiberfahrung bringen es mit sich, dass dieses Mal auch ich
mitgerissen werden. Mir hat die Geschichte um Foster und Tate und mit ihnen
auch die restlichen sechs Jugendlichen ziemlich gut gefallen. Auch wenn ich
vier der Jugendlichen noch nicht kenne, bin ich gespannt was für Persönlichkeiten
sie sein werden. Denn mit Charlotte, sie beherrscht das Wasser, beweisen die
Autoren, dass sie auch durchaus Tabuthemen einbringen können. Was ein großer
Pluspunkt war. Auch über Charlotte will ich mehr lesen. Ihre Mutter, die die
Geschlechtsumwandlung ihrer Tochter nicht akzeptiert vertritt die Gesellschaftsmitglieder,
die noch immer sich querstellen. Und ja solche Themenbereiche interessieren
mich nach wie vor sehr. Umso besser fand ich es natürlich, wie gut ein solcher
Charakter in die Geschichte integriert wurde. Ein weiterer interessanter
Charakter war auch Eve. Die leibliche Tochter von Rick und Cora ist zwar auf
der Seite ihres Vaters eine Bedrohung für unsere Jugendlichen aber ihre
Fähigkeiten in Verbindung mit dem Element Erde waren wirklich nicht ohne. Sie
kann Edelsteine an sich binden. Diese sind dann Teil ihres Körpers. Für mich
war dieser Aspekt völlig neu. Vorher hatte ich ähnliches nicht gelesen. Auch
wenn es beim ersten Lesen etwas ungewöhnlich ist, im Zusammenhang mit der Erde
ist es dann doch nicht mehr so unnatürlich, wie es zunächst schein.
Meine Meinung: 4 von 5 Sternen
Freitag, 12. April 2019
Allein mit dem Feind von Alexandra Stefanie Höll
Seitenzahl: 387
Verlag: LYX
Kindle eBook erschienen am 05. November 2015
Kurzbeschreibung: Wie gut kennst du deinen Feind? Sobald Leonore Danner den Namen Nathan Cole nur hört, sieht sie rot. Denn er ist der Grund, weshalb ihre Großmutter bald ihren geliebten Lebensmittelladen in Miami verkaufen muss. Fest entschlossen, dies abzuwenden, schmuggelt sich Leonore an Bord seiner Luxusyacht. Doch bevor sie die Sache mit ihrem Erzfeind klären kann, geschieht ein Unfall und beide landen im Meer. Mit nichts als ihren Kleidern am Leib, stranden sie auf einer einsamen Bahama-Insel. Von diesem Zeitpunkt an kämpfen sie ums Überleben, denn die Insel hält so manche Überraschung bereit - genau wie Nathan Cole ...
Meine Meinung: Ausgehend von der Kurzbeschreibung hätte ich jetzt nicht unbedingt mit Romantic Thrill gerechnet. Eher dachte ich im ersten Moment an einen Liebesroman. Aber umso besser. Die erste große Überraschung kam mir bereits im ersten Kapitel entgegen. Das kleine Spiel von Nathan und Gabriel hat mich sofort für sich gewinnen können.
Bei eineiigen Zwillingen ist immer die Rede von einer besonderen Bindung, die fester gestrickt ist, als die Bindung zwischen Geschwistern. In diesem Buch wird auch mal die andere Seite aufgezeigt. Diese Bindung muss nicht bei allen Zwillingen vorhanden sein. Zwillinge waren schon immer besonders für mich. Doch hier durfte ich über zwei Männer lesen, die unterschiedlicher nicht sein können. Nicht nur vom Charakter, sondern auch von ihrer Menschlichkeit. Gabriel beherbergt in seinem Herzen ganz andere Werte als Nathan. Aber zu den Charakterzügen an sich kann und will ich nicht mehr verraten, da das zu viel vorweg nehmen würde. Lieber erfährt jeder beim Lesen selbst was gemeint ist.
Als Einzelband, dann auch noch Romantic Thrill, war dieses Buch ziemlich gut. Während des Lesens der rund 400 Seiten habe ich mich kein einziges Mal gelangweilt. Die sich stetig wechselnden Erzählperspektiven haben mir sehr gut gefallen. Die Autorin legt sich nicht auf einen Charakter fest. Somit gestaltet sich das Lesen viel abwechslungsreicher. Die Gefühlswelten der Charaktere wurden dem Leser offen dargelegt.
Es muss ja nicht immer eine Reihe sein, die in diesem Genre gut unterhalten kann. Romantic Thrill ist mir vertraut, aber ein Einzelband kam mir hier zum ersten Mal unter. Einen großen Unterschied macht es im Grunde nicht. Wer dagegen lieber in sich abgeschlossene Romane bevorzugt ist hier dagegen genau richtig.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
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