Montag, 2. März 2020

Ein falscher Traum von Liebe von Christine Birkhoff


Seitenzahl: 445
Verlag: Bastei Lübbe
Kindle eBook erschienen am 20. Februar 2007

Kurzbeschreibung: Vom Vater fast totgeschlagen, von der Mutter verachtet und seelisch gequält: Die kleine Christine ist froh, als ihr neuer Stiefvater Jürgen sich als Erster und Einziger auf ihre Seite stellt. Vielleicht gibt es das doch noch: Familienglück.
Doch Jürgens Liebe ist nicht das, was sie zu sein scheint. Immer öfter will er mit Christine allein sein, und immer mehr isoliert er sie von ihren Freunden. Als er in seinem neuen Haus ein "Liebesnest" für sie einrichtet, beginnt eine Tortur für das Mädchen, aus deren Klauen sie sich erst zwanzig Jahre später befreien kann.

Meine Meinung: Vieles in diesem Buch habe ich einfach so in mich aufgenommen. Von der ersten bis zur letzten Seite schildert Christine ihre Erlebnisse. Aufgebaut ist dieses Buch ähnlich wie eine Biographie. Genau so nüchtern las ich auch. Zwischen dem Inhalt und mir als Leserin bestand durchgehend eine Mauer, die erst mit dem unten genannten zweiten Zitat durchbrochen wurde. Das auch am Ende der Schilderungen. Bis dahin las ich nur. Unfähig mitzufühlen. Ich finde es sowas von falsch zu urteilen. Das steht mir bei wahren Erlebnissen nicht zu. Vor allem nicht über ein Leben, das mit so viel Leid verbunden ist. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass Christines Leben völlig fremd für mich ist oder einfach der Schreibstil nicht stimmte, aber das Geschriebene drang nicht zu mir durch. 

Die Suche nach Liebe. Was ist das überhaupt. Für jemanden wie mich der gar nicht weiß was es heißt von der eigenen Mutter gehasst zu werden, ist das schwer nachvollziehbar. So ziemlich unmöglich würde ich sagen. Christines Kindheit kann ich bei weitem nicht nachempfinden. Darüber hinaus kann ich in keinster Weise Verständnis für ihre Mutter aufbringen. Wie kann es eine Mutter über sich bringen ihre Tochter so sehr zu hassen, zu erniedrigen und zu misshandeln? Für mich ist das ein einziges Rätsel. So etwas dürfte gar nicht möglich sein. Über Jürgen will ich so wenig Worte wie möglich verlieren. Er ist ein ekelerregender Mann, der voll auf seine Kosten kam. Mit seinem Verhalten ähnelt er sicherlich vielen Männern auf der Welt. Egal ob gestern, heute oder morgen, solche wie ihn wird es immer geben. Ich wünschte solche Taten könnten verhindert werden. Ich weiß, einfach nur wünschen bringt rein gar nichts. Ohne ihre Oma hätte es Christine womöglich nicht überlebt. Denn dann hätte sie niemanden in ihrer Verwandschaft, der sie liebt.

Einblicke in das Leben von anderen ist immer etwas besonderes für mich. Meine Bewertung hat rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun. Denn das kann und darf ich nicht bewerten. Für mich zählt der Schreibstil und auch meine eigenen Gefühle beim Lesen. Und da blieb dieses Buch eindeutig auf der Strecke.

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternen

Seite 61: Durch ein Hobby verschafft man sich immer eine kleine Portion Lebensglück, die einem Kraft zum Weitermachen gibt.

Seite 231: Wenn du jetzt liegen bleibst, dann haben DIE gewonnen. Willst du das?

Freitag, 28. Februar 2020

Hot Fighters 01 - Gegen alles, was uns trennt von Sidney Halston


Seitenzahl: 298
Verlag: Mira Taschenbuch
Kindle eBook erschienen am 11. April 2016

KurzbeschreibungWas für ein Tag! Erst macht ihr Freund per SMS mit ihr Schluss, dann muss Chrissy ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Zu guter Letzt bleibt ihr Wagen nachts mitten auf dem Highway liegen. Und der Mann, der Chrissy in ihrer Not hilft, ist ausgerechnet ihr Teenager-Schwarm Jack Daniels. Früher Bad Boy, heute ein knallharter Cop und Kampfsportler. Jack ist noch heißer als in ihrer Erinnerung. Kopfüber stürzt Chrissy sich in eine Affäre mit dem durchtrainierten Martial-Arts-Fighter. Doch mit jedem Kuss gerät sie tiefer in Jacks unbeugsame Welt, die all ihren Prinzipien widerspricht und mit der sie nie etwas zu tun haben wollte …

Meine Meinung: Ich habe nicht genau nachgesehen, bin aber der Annahme, dass es sich hier nicht um eine Reihe mit lediglich zwei Bänden handelt. Zumindest im Original müssten mehr Bände erschienen sein. Wahrscheinlich kamen die Bücher bei uns nicht unbedingt gut an, sodass die weiteren Bände nicht übersetzt wurden. Wie auch immer es im Original war finde ich es gar nicht mal so schlecht von den vier im Mittelpunkt stehenden Charakteren zu lesen. Manchmal ist es auch mal gut Reihen im kleinen Rahmen zu lesen. 

Dieser erste Band lag bereits eine kleine Ewigkeit auf meinem SUB. Dementsprechend habe ich gar nicht mehr viel erwartet. Als ich mir die Fortsetzung günstig zulegen konnte entstand wieder der Wunsch die Bücher überhaupt zu lesen. Was auch gut war, denn so ziemlich jedes Buch lohnt sich. Was auch hier der Fall war. 

Jack und Slade, beste Freunde, sind beide Profikämpfer. Der Unterschied zwischen ihnen, Jack ist hauptberuflich Polizist und als Hobby trägt er legale Kämpfe aus und Slade das Kämpfen auf der iligalen Ebene auslebt. Was schon mal ein schlechtes Licht auf Slade wirft. Zumindest im ersten Moment. Abgesehen von ihnen gibt es da noch Chrissy, Slades Schwester und Ärztin und Jessica Slades Freundin. Um diese vier Charaktere geht es dann auch hauptsächlich. 

Was ich für mich aua dieser Geschichte mitnehmen konnte sind die verschiedenen Gewaltdarstellungen. Legal oder Illegal werden hier zwei Männer in gewalttätige Taten verwickelt und das gewollt und mit voller Absicht. Teils um schnell an Geld zu kommen, teils weil es Spaß macht. Auf der anderen Seite stehen zwei Frauen, die beide Beziehungen mit gewalttätigen Männern hinter sich haben. Zwei verschiedene Perspektiven treffen aufeinander. Der Leser bekommt beschrieben, dass Gewalt sich nicht unbedingt auf alle Lebensbereiche auswirken muss und dies auch keinesfalls tut. Professionell zu kämpfen heißt noch lange nicht geliebten Menschen absichtlich zu schaden. In diesem Sinne fand ich die Idee zur Handlung sehr gut. Als Leser wird man dazu gebracht zu unterscheiden und nicht das eine mit dem anderen zu verwechseln. Genau so wie es in der Realität auch zugehen sollte. 

Geboten wurde mir hier eine recht gelungene und lesenswerte Geschichte. Der zweite Band wird in den nächsten Tagen sicherlich folgen. Mal sehen wie es mit Slade und Jessica weitergeht. Obwohl ich Slade durch Chrissy und Jacks Augen kennenlernen durfte, ist es etwas ganz anderes auch mal über seine Sicht zu lesen. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Seite 236: Jack juckte es in den Fingern, Dennis nach allen Regeln der Kunst zu verprügeln. Für Jessica. Für Chrissy. Für jede Frau, die je von einem Mann misshandelt worden war. 

Montag, 24. Februar 2020

Wir sehen uns gestern von Tanja Voosen


Seitenzahl: 93
Verlag: Impress
Kindle eBook erschienen am - 

Kurzbeschreibung: OMG! Mallorys Traum von einem eigenen Auto droht zu zerplatzen. Die erhoffte Lösung: ein Auftritt beim Diary-Slam und die Peinlichkeiten ihres jüngeren Ichs zum Besten geben. Theoretisch machbar, wäre da nicht der neue Typ an ihrer Schule.

Meine Meinung: In den ersten Seiten dachte ich zunächst, dass die Handlung sich lediglich um Mallorys Wunsch einen Gebrauchtwagen zu kaufen dreht. Dabei hätte ich nicht gedacht das ihre mit zwölf geschriebenen Tagebücher mich dann letztendlich ziemlich überraschen werden. Mit dem neuen Schüler an ihrer Schule hatte ich ihre Geheimnisse im Tagebuch nicht in Zusammenhang gesetzt. 

Diese Kurzgeschichte ist mal ein gutes Beispiel für eine Geschichte, die auch in wenigen Seien zufriedenstellend erzählt werden kann. Die Autorin redet nicht um den heißen Brei herum, kommt zum Punkt und unwichtige Passagen gibt es nicht. Für zwischendurch war es genau richtig. Und mal ehrlich, so ziemlich jeder müsste in dem Alter mit 12 Jahren einen Schwarm gehabt haben. Wer würde nicht an Mallorys Stelle sein wollen. Zu viel kann ich nicht verraten, aber wirklich toll was in dieser Geschichte rauskommt. Hier ist alles enthalten was eine gute Kurzgeschichte ausmacht. 

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen 

Freitag, 21. Februar 2020

Psy Changeling 15 - Der letze Schwur von Nalini Singh


Seitenzahl: 658
Verlag: LYX 
Taschenbuch erschienen am 9. Dezember 2016

Kurzbeschreibung: Die Gesellschaft, wie sie war, existiert nicht mehr. Mediale und Menschen stehen vor schweren Entscheidungen und müssen lernen einander zu vertrauen. Doch neue Machtansprüche drohen den jungen Frieden zu zerstören. Im Visier der Terroristen: ein kleines Mädchen namens Naya, das sowohl mediale Kräfte besitzt als auch die Gestalt wandeln kann und damit das Symbol für die neue Ordnung ist. Als es zu einem Anschlag auf Naya kommt, steht die Welt erneut vor dem Abgrund ...

Meine Meinung: Aus dem Titel ist bereits rauszulesen, dass es sich hierbei um den letzten Band der Reihe handelt. Wenn auch, wie es die Autorin selbst wiedergibt, von der ersten Staffel. Was Nalini Singh in dieser Reihe für eine Welt aufgebaut kat, ist so umfangreich, dass sie noch unzählige Bände umfassen könnte. Die erzählte Zukunft mit den Gestaltwandlern, Menschen und Medialen bietet noch viel Fläche. Es gibt noch so viel zu erzählen. 

Was mit Lucas als Gestaltwandler und Sascha als Mediale begonnen hat, umfasst nun fünfzehn Bände über zahlreiche liebgewonnene Charaktere. Lucas und Sascha als Paar beweisen, dass auch unter den verschiedenen Gattungen ein Miteinander möglich ist und man nur den Mut haben muss zu lieben. Und das trotz all der Hindernisse. Ihre Geschichte ist nun mehr als drei Jahre her. Innerhalb dieser Jahre hat sich viel zum guten verändert. Den besten Überblick darüber bietet dieses Buch wo alle drei Gattungen, Charaktere und Handlungsstränge ein weiteres Mal aufgegriffen werden. Dieses Mal steht kein bestimmtes Paar im Vordergrund. Was als Romantic Fantasy bzw. Science Fiction begonnen hat, entwickelte sich zu etwas ganz großem. 

Als erste ihrer Art ist Naya einzigartig. Sie ist die gerade mal einjährige Tochter von Lucas und Sascha. In der kleinen medialen Gestaltwandlerin vereinen sich zwei zuvor verfeindete Gattungen. So sehr Naya geliebt wird, umso mehr schwebt sie durch ihre Herkunft in Gefahr. Gerade weil sie zur Hälfte Gestaltwandlerin und zur Hälfte Mediale ist, wird sie zur Zielscheibe der Feinde. Auch wenn diese inzwischen der Minderheit angehören wollen sie das Dreigruppenbündnis schädigen, indem sie Lucas und Saschas kostbarsten Besitz entführen. Auch wenn weitere Handlungsstränge in den mehr als 600 Seiten verfolgt werden, ist das der Ausgangspunkt zu diesem Band. 

Eins ums andere Mal habe ich in meinen Rezensionen zu dieser Reihe erwähnt wie liebevoll Kinder in der Geschichte beschrieben werden. Die Liebe zu Kindern ist ein süßer Nebeneffekt des Lesens dieser Bücher. Was natürlich auch für Naya gilt. Sie wird geliebt, behütet und beschützt. Sie ist die Zukunft. Wie weit wird diese Reihe fortgesetzt? So weit, dass ich als Leserin eines Tages mitlesen darf, wie Lucas Traum um seine Tochter wahr wird. Ich bin felsenfest überzeugt. Was Lucas hier begonnen hat wird er weiterführen. Er wird alles dafür tun, dass Naya eines Tages an der Spitze ist. Naya zu entführen ist eine kluge Idee derjenigen, die noch immer schlechte Absichten haben. Hätten sie das Mädchen in ihrer Gewalt, ginge all der Fortschritt der vergangenen Jahre mit einem Schlag verloren. Doch sie haben scheinbar nicht bedacht, dass Naya nicht nur ein Mischling ist, sondern auch ihre Eltern die Welt in brand setzen würden um ihre Tochter zu schützen. Ihr Vater ist der einflussreichste Leitwolf und ihre Mutter ist die stärkste Mediale. Trotz diesem Wissen las ich mit Sorge. Ich könnte mir das was wäre wenn nicht ausmalen. 

Dennoch muss hier ein Schlussstrich gezogen werden. Inzwischen wurden viele Charaktere mit eingebracht und die Bindungen gehen ineinander über. Die eigentliche Schreibweise wurde vernachlässigt. Obwohl ich nach wie vor mit Interesse lese, würde ich gerne wieder über ein im Vordergrund stehendes Paar lesen wollen. Dabei sollen all diese besonderen Personen nicht vergessen werden. Scheinbar hat Nalini Singh auch genau das vor. Eine direkte Fortsetzung ist es nicht, aber auch keine neue Reihe. Wie immer werde ich mit großem Interesse weiterlesen. 

An manchen Stellen wurde es zwar etwas langatmig aber im Grunde war auch dieser fünfzehnte Band wieder rundum gelungen. Drei Textstellen haben es mir besonders angetan. Nayas erste Verwandlung habe ich geliebt, Nikitas Kennenlernen mit ihrer Enkelin und ihre unterdrückte Liebe hat mich gerührt und letztendlich die Geburt der Wolfsleoparden und die nachfolgende Feiert hat mich wahnsinnig gefreut. In vielerlei Hinsicht gibt es so viel wertvolles in dieser Reihe. 

Begonnen hatte die Autorin mit Lucas und Sascha und es endet auch mit ihnen. An ihrer Seite haben sie nun zahlreiche Freunde aus allen Gattungen. Was sie begonnen haben führten andere weiter und wieder andere Charaktere werden es noch weiter bringen. Liebe, Freundschaft und Verwandschaft wird immer das wichtigste Bindeglied bleiben. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Freitag, 14. Februar 2020

Sinabell - Zeit der Magie von Jennifer Alice Jager


Seitenzahl: 180
Verlag: Impress
Kindle eBook erschienen am 7. Januar 2016

Kurzbeschreibung: Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…

Meine Meinung: Festgestellt habe ich, dass ich Einzelbände im Genre Fantasy jeglicher Art ziemlich unbefriedigend finde. Natürlich gibt es Ausnahmen. Ich als Leser empfinde das Gelesene als schlicht und einfach zu wenig. Fantasy ist ein Bereich, der beliebig weit ausgeweitet werden könnte. Es gibt keine Grenzen. Nur hier sind die begrenzten Seiten die größte Grenze überhaupt. Allein dass es sich um einen Einzelband handelt lässt der Fantasie eben keinen freuen Lauf. Sowohl die Welt der übernatürlichen Wesen, die Charaktere an sich oder auch deren Gefühlswelt müssen oberflächlich beschrieben werden. Es geht nicht anders. Und das reicht mir in diesem weitläufigen Genre nicht aus. 

Die Idee zur Geschichte ist wie bei so ziemlich jeden Impress eBook lesenswert und interessant. 180 Seiten bei einem Einzelband sind schon recht wenig. Wenn es dann auch der Fantasy angehört ist diese Seitenzahl zu wenig. Die Handlung hätte weiter ausgebaut werden müssen. Mir sagten die Ereignisse im Buch durchaus zu, aber mal ehrlich, so wirklich überzeugt wurde ich nicht. Nach einem einzigen kurzen Tanz auf einem Ball verlieben sich Sinabell und Farin ineinander. Sie kennen sich nicht, wechseln lediglich einige wenige Worte und sind sogleich bereit sogar so weit zu gehen ihr Leben füreinander zu opfern. Dabei haben sie so gut wie gar nichts miteinander erlebt. Was eigentlich schade ist. Einige Stellen hätten etwas ausführlicher beschrieben werden können. Das Ende war natürlich erst recht plötzlich. 

Mir ist selbstverständlich bewusst wie schnell das so mit dem Verlieben geht. Dafür muss man nicht unbedingt viel erlebt haben. Jedoch war mir das hier nicht genug. Oder ich kann mich auf solche oberflächlichen Geschichten nicht einlassen. Sicher bin ich nicht was nun der eigentliche Grund für meine Unzufriedenheit war, doch hat so einiges gefehlt. Somit empfehle ich dieses eBook eher denjenigen, die sich darauf einlassen können. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

Mittwoch, 12. Februar 2020

Royal 02 - Desire von Geneva Lee


Seitenzahl: 346
Verlag: Blanvalet
Taschenbuch erschienen am 14. März 2016

Kurzbeschreibung: Enttäuscht und verletzt hat Clara ihre Beziehung zu Prinz Alexander nach einer letzten gemeinsamen Nacht beendet. Sie stürzt sich in die Arbeit, um ihn zu vergessen – vergeblich. Die Erinnerungen an ihn, an ihre gemeinsame Zeit lassen sich nicht auslöschen. Und Alexander ist kein Mann, der so leicht aufgibt. Kann er Clara von seiner wahren Liebe überzeugen? Und wird sie zu ihm stehen, wenn er seine dunkle Vergangenheit vor ihr enthüllt?

Meine Meinung: Im zweiten Band geht es nahtlos mit der Handlung weiter. Für Alexander und Clara sieht es aussichtslos aus. Am Anfang des zweiten Bandes wusste ich gar nicht wie sie wieder zueinander finden sollten. Clara liebt Alexander genug, um so einiges zu bewältigen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie seine Geliebte sein könnte während er mit einer anderen heiratet. Obwohl sie sich ihm nicht entziehen kann, schafft sie es diese Grenze zu ziehen. Was ich ihr hoch anrechne. Ich hatte beinahe die Befürchtung ihre starken Gefühle treiben sie zu ungewolltem. Doch wie schafft es das Paar letztendlich wieder zusammenzukommen? Und das im Hinblick auf den Wunsch des Königs sein Sohne solle mit einer geeigneten Frau heiraten. 

Folgebände sind eine Sache für sich. Mitgerissen hat mich im ersten Band Alexanders Ausstrahlung auf andere. Vor allem wie verführerisch seine Selbstsicherheit ist. An diesen Aspekt gewöhnt, war er mir im zweiten Band bereits vertraut und dieser Grund mit Aufregung zu lesen fiel schon mal weg. Dennoch war ich stehts dabei und Langeweile nistete sich zu keiner Minute ein. Bis zu den letzten etwas 60 Seiten bliebt dieser Zustand konstant. Ich muss schon sagen die letzten Kapitel hatten es in sich und ich befürchtete das Schlimmste. Ab dem Punkt las ich mit großer Aufregung weiter. Ich war überzeugt meine Befürchtungen werden wahr. Mit dem eigentlichen Ende habe ich dann noch lange nicht gerechnet. Der Überraschungsmoment war dann meinerseits mit Tränen in den Augen verbunden. Das habe ich noch lange nicht erwartet. Ob diese Empfindungen beim Lesen etwas gutes oder schlechtes bedeutet verrate ich an dieser Stelle lieber nicht. Es selbst zu lesen ist viel bedeutender. 

Abgesehen von den im Mittelpunkt stehenden Charakteren sind da noch die Nebencharaktere, die die Geschichte bereichern. Edward mag ich nach wie vor am liebsten. Hinzu kommen jedoch auch Claras beste Freundin Belle, Claras Arbeitgeber und auch Edwards Freund David. Allesamt liebgewonnene Charaktere. In diesem Band kamen auch die Geister der Vergangenheit zurück, mit denen sich Alexander und Clara auseinandersetzen mussten. 

Unheimlich gut haben mir die paar Kapitel aus Alexanders Sicht gefallen. Obwohl ich bereits im ersten Band einen guten Eindruck von ihm hatte und genau wusste was er fühlt und weswegen er seine Gefühle nicht offenlegen will, war es dennoch wunderbar über seine Perspektive zu lesen. Wie tief doch seine Gefühle gehen, wie ernst er es mit Clara meint und obwohl es ihr nicht bewusst ist wünscht er sich eine Zukunft mit ihr. Hin und wieder würde ich auch im nächsten Band gerne mehr über seinen Blickwinkel erfahren. Aber mal sehen was die Autorin bereithält. 

Vergeben wollte ich bis zu den letzten Seiten vier Sterne. Doch die letzen Geschehnisse im Buch haben die Spannung noch mal gesteigert und mich so weit überzeugt, dass ich auch diesem Bands 4,5 Sterne vergebe. Der dritte Band ist erst mal der letzte um Alexander und Clara. Ich bin gespannt was mich erwartet. 

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen 

Montag, 10. Februar 2020

The Wild Ones 03 - Verheißung von M. Leighton


Seitenzahl: 318
Verlag: Heyne 
Taschenbuch erschienen am 14. Dezember 2015

Kurzbeschreibung: Violet Wilson ist ein Mauerblümchen. Schüchtern, ernst und vom Pech verfolgt, hat sie die schlechte Angewohnheit, in jedes Fettnäpfchen zu treten. So auch, als sie ihre beste Freundin bei einem Treffen für Sexsüchtige "vertritt". Doch da lernt sie den Rockstar Jet Blevins kennen. Sie weiß, dass man sich mit einem wie ihm besser nicht einlässt, doch er berührt sie so, wie sie es sich niemals erträumt hätte, wie sie es niemals vermutet hätte. Und Violet ist die Frau, die Jet nicht vergessen kann, und das Einzige, was in ihm größere Begierde weckt als seine Sucht.

Meine Meinung: Ich hatte mir fest vorgenommen, nach und nach Reihen zu beenden. Ich habe viel zu viele begonnen. Nun kommt eine weitere zu den beendeten hinzu. Worüber ich unheimlich froh bin. 

Von M. Leighton habe ich bereits eine Reihe gelesen. Jedoch finde ich "The Wild Ones" um einiges besser. Bewertet habe ich die ersten beiden Bände etwas besser als diesen letzten Band. Hier hat es nicht an aufkeimenden und immer stärker werden Gefühlen gefehlt. Ich habe zwar ohne das es langweilig wurde gelesen, doch gingen die beschriebenen starken Gefühle nicht auf mich über. Dabei war das mal der gewöhnliche Weg sich zu verlieben. Violet und Jet lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Sexsüchtige kennen, halten den Kontakt und die Gefühle zwischen ihnen werden immer stärker. Erst relativ am Ende des Buches kommt der körperliche Aspekt hinzu. Obwohl die Anziehung von Anfang an vorhanden war. Mir hat es gefehlt, überzeugt zu werden. Dazu kam es leider nicht. 

Ich weiß auch gar nicht was ich über die Protagonisten an sich denken soll. Jet ist ein Rockstar, der seine Probleme in seiner Musik vergessen will. Er ist unzufrieden mit sich selbst. Was wieder mal wie die Charaktere in den anderen Bänden klingt. Was unterscheidet sie außer einigen Kleinigkeiten? Wenn ich so darüber nachdenke gibt es im Wesentlichen keine Unterschiede zwischen ihnen. Diese Erkenntnis hat mich nach drei gelesenen Bände doch etwas gestört. Schließlich unterscheidet sich jeder einzelne Mensch voneinander. Das hätte herausgearbeitet werden müssen. Violet hat mich schon eher für sich gewinnen können. Wenn auch nicht gänzlich. Sie ist eine durch und durch gute Seele. Ihr Leben widmet sie anderen Mensch und versucht so viel zu helfen wie nur möglich. Das sowohl privat als auch beruflich. Beschrieben wird sie zwar als Mauerblümchen, nur kam das nicht so ganz durch. Besonders auffällig zurückhaltend oder verlegen war sie gar nicht. Sie besitzt eine gesunde Portion an Selbstbewusstsein. 

Während Band eins und zwei völlig unabhängig voneinander gelesen werden können, gab es dieses Mal ein Wiedersehen mit Jake und Laney. Was auch mal gut getan hat. Normalerweise lese ich lieber Reihen, die aufeinander aufbauen. Abgesehen von der Kleinstadt, in der alle drei Geschichten spielen, gab es keine Gründe weswegen es sich hierbei um eine Reihe handelt. Genauso gut hätten es Einzelbände sein können, wenn es eben diese kleinen Gemeinsamkeiten nicht gegeben hätte. 

Empfehlen kann ich die Reihe denjenigen, die gerne Liebesromane lesen, wo es nicht unbedingt gehäuft um die Leidenschaft zwischen den Paaren gehen muss. In dieser Reihe geht es mal viel mal weniger um die Erotik. Somit eine klassische Liebesroman-Reihe. 

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen 

Seite 131/132: "Weißt du, ich habe immer geglaubt, Violet ist eine Farbe, die nicht viel Leuchtkraft besitzt. Doch seit ich dich kenne und deinen Namen zum ersten Mal gehört habe, werde ich das wohl nie wieder denken."

Seite 259: "Du hast allen anderen dabei zugesehen, wie sie leben, und an der Seitenlinie gestanden und darauf gewartet, die Scherben einzusammeln, wenn es bei ihnen schief lief."